02.12.2010

Doku: Die Lügen vom Dienst

Quelle: NDR-Beitrag in ARD-Mediathek,
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5977270
Sendetitel: Die Lügen vom Dienst (Do, 02.12.2010, 22:55 Uhr)
Zitat:
"Mitten in Deutschland lebt der Mann, der den Irak-Krieg auslöste. Ein BND-Informant aus dem Irak, Deckname 'Curveball'. Heute hat er einen deutschen Pass - der Lohn für eine Lüge. Denn der von ihm gelieferte Kriegsgrund erwies sich als erfunden, die von ihm 'enthüllten' Produktionsstätten für Massenvernichtungswaffen gab es in Wahrheit nicht. US-Präsident Bush und Außenminister Powell stützten sich auf 'Curveballs' Aussagen, der Bundesnachrichtendienst versorgte ihn danach jahrelang mit Geld und Betreuung." ... "Der deutsche Geheimdienst glaubte, den Quell des Wissens aufgetan zu haben, eifrig wurden Berichte nach Amerika übermittelt. Doch CIA Experten hatten Zweifel, wollten 'Curveball' selbst vernehmen, aber die Deutschen schotteten ihre Quelle ab. Zweifel waren Washington ohnehin nicht sonderlich willkommen, suchte man doch nach stichhaltigen Kriegsgründen. Einer kam nun ausgerechnet von den Deutschen, deren Regierung doch eigentlich so leidenschaftlich gegen den Krieg war. Obwohl UN-Waffeninspekteure vor Ort nachwiesen, dass die Informationen falsch waren, rollte die Kriegsmaschinerie unaufhaltsam auf Bagdad zu. Warum wurde der Informant weiter geführt, obwohl er doch offenbar log? Warum wurden die Lügen nicht öffentlich gemacht, war man in Berlin doch gegen den Krieg? Wie lange hatte der Informant Beziehungen zum Bundesnachrichtendienst? Wie steht der Bundesnachrichtendienst zu diesem ehemaligen Informanten und seinen Lügen? Was macht 'Curveball' heute in Deutschland, haben ihm seine falschen Aussagen Vorteile gebracht? Eine investigative Reportage über die größte Geheimdienstpleite der Nachkriegszeit von Stefan Buchen in Zusammenarbeit mit Poul Eric Heilbuth." (Zitatende)
Ich wusste das nicht und fände es einen schwerwiegenden Fehler, das vertuschen zu wollen. M.E. hat die Umgehensweise damit noch weitreichende Folgen. >> Vorschau in der ARD-Mediathek

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