Zufällig auf dem Nachhauseweg vernimmt mein Ohr Klänge aus einer längst vergangener Zeit - Karat im Konzert. Vor 30 Jahren hörte ich den "Tanz der Sphinx" - das klassische "Karat-Opening" - das erste Mal. Mit "Über sieben Brücken" und "Der Blaue Planet" setzte die Band Meilensteine in der deutschen Rockmusik.
Kritiker meinten, die Gruppe hätte sehr vom System profitiert, wäre die "Lieblingskapelle" der DDR-Regierung gewesen. Wenn ich das "Narrenschiff" von 1980 und "Majonetten" von 1982 anhöre, ist das für mich heftige Systemkritik. Als ich Ende 2004 vom Tod Herbert Dreilichs hörte, drohte auch ein Stück Erinnerung zu sterben.
Wie Anna Los für Silly, ist es ein großes Glück und erscheint wie ein Wink des Schicksals - fast schon unheimlich, wie gut Herberts Sohn Claudius, in die Fußstapfen seines Vaters und zur Band passt. In einigen Augenblicken war die Zeit aufgehoben und beim Abschiedssong "Über sieben Brücken" leuchteten Feuerzeuge oder eine Träne in den Augen einiger Zuhörer. Ich hatte kein Feuerzeug und meine Kamera >> Album

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