05.09.2016

Antike im Film - Chancen und Risiken

Videolink zum Vortrag von Dr. Michael Kleu
auf der Konferenz "Film and Visual History"

Wenn auch nicht auf den Punkt gebracht, so zeigt doch der Vortrag, wie antikes Bild- oder Textmaterial (Alexandermosaik, Herodot, Trajanssäule...) unsere Anschauung von Antike formt und wie jede Veränderung oder Interpretation z.T. nachhaltiges Fehlwissen prägt.

Beispiele: Oliver Stones "Alexander "(2004) und Sergiu Nicolaescus "Dacii" (1967)



Meine Zusammenfassung:

Chancen
  • erleichtert den Einstieg in die Materie
  • leicht konsumierbares Infotainment
  • eindrucksvolle visuelle Referenzen aus der Zeit
Risiken
  • schlechte Beispiele bleiben in Erinnerung (Fehler, Vereinfachungen)
  • ideologischer Missbrauch möglich (so sind z.B. Daker keine Rumänen)
  • jede Menge vielleicht übersehbarer kleiner Fehler in Details, aber unverzeihlich bei Gesamtausstattung oder geschichtsverfälschender Handlung (z.B. Lateinische Schrift auf griechischen Karten)
Trotz aller Risiken kann ich folgende Filme nur empfehlen - Just for Fun:
Ben Hur (1959) mit Charlton Heston - wegen Bilder, Pathetik, alles
Spartacus (1960) mit Kirk Douglas -  wegen Sir Peter Ustinov
Das Leben des Brian (1979) - Allways look on the bride side of life
Gladiator - abstruse Story, übertrieben aber als Einstieg okay
Eher lau: Alexander (2004), Spartacus 2004, Ben Hur (2010), Dacii (1967),

Sehr nah dran in puncto Ausstattung und Schauspiel:
Rome (Fernsehserie 2005-2007)  

Filmausschnitt "Dacii" (1960) mit Piere Brice (links)
Bild unten: Dacii 

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