14.03.2018

Gedanken zum Bild: Joy #4 – Stephanie Barnes

Gemälde

Joy #4

Acryl auf Leinwand 61 x 75 cm

Auf schwarz-violetten Hintergrund führt eine tief in die Farbe eingekratzte dünne violette Spirale aus dem Zentrum des Bildes, wie ein Leitfaden über dessen Grenzen hinaus.
Darüber liegen schnell und frei gemalte farbige Linien, Kringeln gleich, teils mit Farbspritzern und ähnlich aussehend, wie ein hastig hingeworfens großes J.

Die Reihenfolge dieser übereinander gemalte Linien ist Gold, darüber Silber, dann Weiß, Rot und zuletzt etwas Schwarz. Farblich ergibt sich für daraus keine Harmonie. Vielmehr stehen diese Formen als klare selbstbewusste Impulse der Freude. Vielleicht sollte ich besser "Ausgelassenheit" dazu sagen.

Das Gemälde scheint wie ein kräftiger Befreiungsschlag von einer eher starren strengen Vergangenheit. Das Bild kontrastiert und regt zu einer aktiven Auseinandersetzung mit Erinnerungen an. Durch die, im Vergleich mit ihren anderen Werken, eher sparsame Komplexität, gehört es formal-ästhetisch zu den eher bestimmbaren Werken Barnes, die im Stil des abstrakten Expressionismus ihren Ausdruck findet.

Weiterführende Links:

09.03.2018

Gedanken zum Bild: Stephanie Barnes – abstrakter Expressionismus

The Same but Different
2017, Acryl auf Leinwand, 150 x 540 cm

Eine übergroße Leinwand hängt mit 25 Haken in Ösen an der Wand, gleich im Eingangsbereich der Ausstellung. Sie präsentiert darauf zwei gleichgroße sehr ähnliche Gemälde, die bei genauer Betrachtung als fast identische Spiegelbilder erkennbar werden.

Wild und expressiv führen gesprenkelte kräftige Linien darüber – ein dunkles Türkis und ein Dunkelrot, wie von frischem Blut. Auf dem feurig-gelborangen Hintergrund verlaufen diese stellenweise und ergeben Mischfarben. Hierdurch geht das Türkisblau überwiegend in ein Grün über. Nur das Rot behauptet sich. Das Werk links hat einen etwas weniger intensiven Hintergrund als das rechte und wirkt damit weniger energetisch, jedoch etwas interessanter, was sicherlich subjektiv ist.

Wenn man den Bildtitel liest, dem Farbcode folgt und das Leben der Malerin genauer kennt, könnte man eine Allegorie auf die Künstlerin und ihre Zwillingsschwester darin sehen - oberflächlich identisch, doch darunter ziemlich verschieden. Im Werk der Kanadierin kommen zusammengehörige oder spiegelverkehrt zueinander gehörige Bilder mehrfach vor.

Auf mich, wie auf die meisten Besucher vermittelt das Bild durch seine Orangetöne, einen leidenschaftliches intensives Gefühl. Gesteigert wird es durch Türkis als komplementäre Gegenfarbe, wie es auch das in der Mischung entstandene Grün zu Rot ist. Ein Feuerwerk für die Netzhaut, farbenfroh vermittelt es Tatendrang.

Zu sehen vom 2. März - 15. April, 16 - 20 Uhr (freier Eintritt)
in der Galerie Brotfabrik, Ausstellung: "Going with the Flow",
Caligariplatz 1, 13086 Berlin (Weißenseeer Spittze, zum Prenzlauer Berg, an der Prenzlauer Allee, Straßenbahnen M2, M13)

08.03.2018

Filmtipp – Der Tatortreiniger

An Witz, Ideenreichtum, Obskurität, Absurdität und Situationskomik kaum zu überbieten 

dennoch anspruchsvoll und mit Stil sind für mich die seit 2011 gedrehten sechs Staffeln des Tatortreinigers.

Bereits jetzt gehört die Serie zu den
Ikonen deutscher Komödien und wurde nicht nur deshalb mehrfach mit Preisen ausgezeichnet (dt. Comedypreis, dt. Fernsehpreis, Grimme-, Jupiter- u. Regie-Preis, europäischer Civis-Medienpreis).

Die kammerspielartigen Szenen gewinnen ihre Situationskomik aus dem Umstand, dass Schotty (Bjarne Mädel) als "der Tatortreiniger" auf für ihn unbekannte Hinterbliebene und Bekannte des Mordopfers trifft.


Länge: je 26 min
Hauptdarsteller: Bjarne Mädel
Drehbuch: Mizzi Meyer
Regie: Arne Feldhusen

Links:
Wikipedia
Wikipedia-Episodenliste
NDR-Website

Folgen:
Der Fluch
Angehörige
Nicht über mein Sofa
Schottys Kampf
Sind Sie sicher?
Freunde
Özgür

06.03.2018

Naturdoku – Der Blaue Planet

Wieder muss man sich beeilen, um ein Fest für die Sinne mit zu erleben. Nur kurz gibt es die phantastischen Aufnahmen in der ARD Mediathek.

Fasziniernde Bilder 

3 Jahre Drehzeit,
125 Expeditionen
in 35 Länder


Das eigentlich 7-teilige Werk ist eine Zusammenarbeit von BBC, WDR, NDR, SWR und France Télevision.

Gefilmt wurde auf jedem Kontinent und in jedem Ozean.

Gezeigt werden hier sechs Teile mit Axel Milberg (Borowski) als deutschen Sprecher. Die BBC hat noch einen siebenten zur Verschmutzung der Weltmeere.

1. Unbekannte Ozeane
2. Leuchtende Tiefsee
3. Faszination Korallenriff
4. Auf hoher See
5. Unterwasserdschungel
6. Extremwelt Küste
Korallenriffe werden von winzigen Nesseltieren gebildet. Man unterscheidet sie in Tropische Korallenriffe und Tiefwasserriffe.
Die Suppenschildkröte oder Grüne Meeresschildkröte wird bis 50 Jahre alt. Ihr Panzer erreicht dabei eine Länge von bis zu 140 cm. Die Weibchen sind größer als die Männchen. Sie lebt in den tropischen und subtropischen Meeren.
Die Großen Tümmler leben in allen drei Ozeanen, im Mittelmeer und immer öfter auch in der Nordsee, gelegentlich in die Ostsee. Sie erreichen eine Länge von 2 bis 4 m und ein Gewicht von bis zu 600 kg. Als Säugetiere sind sie lebendgebärend und gelten als die bekanntesten Delphine.

02.03.2018

Stephanie Barnes / Ronny Johne – GOING WITH THE FLOW

Die Galerie in der Brotfabrik eröffnet heute die zweite Ausstellung des Jahresprogramms "Korrespondenzen".

Farbig explosiven Gemälde der Kanadierin Stephanie Barnes korrespondieren mit den dynamisch expressiven Bleistiftzeichnungen Ronny Johnes. Beide machen Gefühle, Energie und Bewegung sichtbar.

Die fein ziselierten bis stark verdichteten Bleistiftgebilde des Berliners Ronny Johne sind von ungewöhnlich filigraner Dichte und außergewöhnlicher Intensität. Besonders intensiv entfalten sich seine engmaschigen Liniengewebe in der seriellen Aneinanderreihung, sie vermitteln eine sich duftig entfaltende Räumlichkeit. 

Die Bildsprache dynamisch miteinander verschlungener Kreisformen bei beiden Künstlern repräsentieren sowohl Freude als auch Chaos des Lebens.  (gekürzt von Brotfabrik)
  • Eröffnung: Fr., 2. März, 19 Uhr, mit Joe Stickman Orchestra
  • Workshop Stephanie Barnes: 31. März, 13-18 Uhr
  • Finissage + Künstlergespräch: 15. April, 16 Uhr
  • täglich 16-20 Uhr, kostenfreier Eintritt
    in der Galerie der Brotfabrik, Caligariplatz1, 13086 Berlin

Filmtipps – in der Woche der Unmöglichkeiten

Die ARD-Mediathek bietet aktuell zwei abgefahrene Filme, die Wahrnehmungsgewohnheiten und Sichtweisen auf Verhältnisse – unsere "Denkmuster" – ziemlich auf die Probe stellen. Beide Filme sind Tipps der Redaktion. Ich kann sie bei Kreativ-Stau, wärmstens als Anregung empfehlen, kein "Muss" aber ein "Sollte".

Die Firma dankt

Firmenübernahme durch einen Global Player und neue Challenge, Adam Krusenstern (Thomas Heinze) steht unter Druck... >> zum Video

D 2018, 87 min
Nach einem Theatherstück von Lutz Hübner und Sarah Nemitz vom SWR produziert


Wer aufgibt ist tot

Bjarne Mädel erlebt als Vertreter Paul Lohmann so einiges. Dass der eigene Tod auch interessant und durchaus unterhaltsam, heiter und anrührend sein kann, erleben wir hier. >> zum Video >

D 2016, 90 min
Drehbuch: Christian Jeltsch
Regie: Stephan Wagner

21.02.2018

Gedanken zum Bild: "Sterben der Knöpfe"

Tausend bunte Knöpfe liegen unter den Collagen und Bildern des Berliners Macks Querfeld, in der Ausstellung Samplings, der Berliner Galerie Brotfabrik.



Surreal, befremdend und fast fröhlich wirkt es, wenn man gerade die Ausstellungsräume betritt. In mehreren der 480 hier ausgestellten Werke des Künstlers finden sich solche Knöpfe wieder.


Doch spätestens im zweiten Raum erfährt mein Eindruck eine herbe Umdeutung. Ich stehe vor "dem, Sterben der Knöpfe", einer 24 mal 18 Zentimeter großen Collage aus 22 Knöpfen, einem Foto eines Schaltpults und einer Zeitungsüberschrift. Etwas betreten schaue ich nun auf die "gestorbenen Knöpfe" zu meinen Füßen und schüttele in Gedanken den Kopf. Dann betrachte ich das Schaltpult. War das nicht mal unabdingbare Ausstattung eines jeden Raumschiffs oder Maschinenraums oder wenigstens einer Maschine? Mein Smartphone hat nur einen Knopf auf der Vorderseite, den Home-Button, mit dem ich, wenn nichts mehr geht, auf "Knopfdruck" wieder zum Ausgang, "in Startposition" komme oder der mich aus den Tiefen des Internets oder aus dem Wust der geöffneten Programme rettet. Dieser Knopf ist uns also noch geblieben... denke ich.

Obwohl bereits vor der Antike bekannt, begann der Knopf "seine große Karriere" gewissermaßen erst durch die "Erfindung" des Knopflochs. Seit dem 13. Jhd. war man somit bisweilen etwas "zugeknöpft"oder "knöpfte" sich den einen oder anderen Gegner vor, wenn man etwas zu regeln hatte. Im 19. Jhd. wurde der Knopf folglich dann auch zum Schaltelement in der Elektrotechnik und behauptete sich auch in der Elektronik, obwohl es mit Touch-Pads oder Touch-Screens längst leistungsfähigere "Universaltalente" gibt.
Doch erinnern wir uns - Geräte mit Knopf haben noch die Haptik, die es ermöglicht, auch im Dunklen oder blind das Teil zu bedienen -  alte Handys beispielsweise oder Autoradios.

Als "absolut lohnend" und wirklich "sehenswert" möchte ich Euch den Besuch der Ausstellung daher dringend empfehlen. Am 25.02. gibt es ein Künstlergespräch und die Möglichkeit, auch Fragen zu erörtern. >> meine Ausstellungsfotos

25. 02. 2018 Finissage der Ausstellung "Samplings" von Macks Querfeld
in der Galerie der Brotfabrik, Caligariplatz 1, 13086 Berlin, Info-Telefon: 030 - 471 40 01

China

Chinareise

Im September 2007 - ein knappes Jahr vor den Olympischen Spielen, besuchte ich das Land der Mitte um mir ein genaues Bild zu verschaffen. Schließlich wurden es circa 4000 Bilder, von denen über 100 in der Diaschau gezeigt sind. | In September 2007, one year before the opening of the Olympic Games I visited China to have a closer look on it. More than 100 of 4000 photoes would showed at the picture galerie. | 2007, 开展奥运会一年之前,为了加深我的理解我们访问中国,对立的国家。我们摄了一共四千张照片。在这里可以看到一百张。它们介绍一下我德国人的角度和中国给我什么样的印象。

Olympic Signs

Olympic Signs
Hier sind unsere Fundstücke aus dem Olympiashop der Wangfujing-Straße, dem Ku-Damm Pekings. | These tasteful items we found in Beijings biggest Olympic Games-store in Wangfujing, Beijings main shopping area. | 这些很有意思的东西我看到了在北京的主要(王府井大街的)奥运会礼物店。

(16.200,- Yuan sind ca. 1700 Euro.) Der Slogan der Spiele lautet: "One World One Dream".

Wei Fo Ma (Volkmar) - Mein persönliches Briefsiegel

S ü d - D e u t s c h l a n d


Eine "Reise nach Franken" 2008 war Auftakt einer ganzen Reihe von Alben:

Das Album Bamberg zeigt den alten Kaiserdom mit dem einzigen heilig gesprochenen Kaiserpaar Deutschlands, den Bamberger Reiter, den Bischofstuhl, einen heiligen Nagel und die wunderschöne Altstadt.

Die Stadt Nürnberg wird 1050 erstmal erwähnt, ist noch älter. Wahrzeichen ist die Kaiserburg. Ein gemeinsames Album gibt es für die Lorenzkirche und Sebalduskirche. Einen Einblick in das Germanische Nationalmuseum und ins Bahn Museum gibt es auch.

Solarberg Fürth

Solarberg Fürth
Der Solarberg in Fürth/Atzenhof zählte 2008 mit seinen 1 MegaWatt weltweit zu den größten Photovoltaikanlagen. Der am Main-Donau-Kanal gelegene ehemalige Müllberg reicht 348 M über den Meeresspiegel und ist ein exzelenter Aussichtspunkt.

Bamberg

Bamberg
Bamberger Dom: drei mal Kaiser Heinrich der II., Marienpforte, heiliger Nagel vom Kreuz Christi, durchgerostete Türklinke des Haupteingangs

Nürnberg

Nürnberg
Viele Kaiser wählten das 1050 erstmals urkundlich erwähnte Nürnberg als Aufenthaltsort. vlnr.: Nassauerhaus, Uhr der Frauenkirche, Dürerhaus, Narrenschiff, Schalenbrunnen, Reichsapfel, Fleischbrücke (1598)

Kaiserburg Nürnberg

Kaiserburg  Nürnberg
Als Kaiserpfalz und für Festempfänge u.a. genutzt von Kaiser Friedrich I. „Barbarossa“. Neben einem wunderbaren Blick vom Sinnwellturm, lohnt ein Besuch im Burgmuseum

Germanisches Museum Nürnberg

Germanisches Museum Nürnberg
Das Germanische National Museum in Nürnberg zeigt Originale aus 3 Jahrtausenden

St. Lorenz und St. Sebald Nürnberg

St. Lorenz und St. Sebald Nürnberg
2 Nürnberger Kirchen aus dem 13. Jhd.

Berlin

Berlin
Der Prenzlberg ist eine der angesagtesten Gegenden in Berlin. Hier treffen sich Kultur, Shopping, Nightlife, Musik, Gays und haben Politiker, Schauspieler und Schriftsteller ihr zuhause oder wenigstens ihren Zweitwohnsitz. Wer kennt nicht "Schönhauser Allee" von Wladimir Kaminer?

Berlin - Alexanderplatz

Berlin  -  Alexanderplatz
Alex mit ungewohnten Detailansichten

Berlin Mitte - Oranienburger Straße

Berlin Mitte - Oranienburger Straße
Restaurant Mirchi, Kunsthaus Tacheles, Neue Synagoge und Bodemuseum

Berlin - Museumsinsel

Berlin - Museumsinsel
5 Stücke aus der Antikensammlung des Alten Museums in Berlin Mitte

Zoo Aquarium Berlin

Zoo Aquarium Berlin

Zoologischer Garten Berlin

Tierpark Berlin

Museum für Naturkunde Berlin

Schloss Charlottenburg

Deutsches Historisches Museum

CSD 2009 in Berlin

lichtzeichen - Ausstellung im K20

Englisch Lernen

Marienkirche in Frankfurt (Oder)