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13.09.2018

Fotoausstellung – Miron Zownir "Die Unsichtbaren"

Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie zeigt die Galerie Brotfabrik bemerkenswert eindringliche Werke Zownirs in einer Ausstellung vom 14.09. bis 21.10.2018

Der Veranstalter schreibt dazu:
"Erstmalig in Berlin werden seine Aufnahmen aus Moskau (1995) gezeigt, die die Härte der postsowjetischen Verfallserscheinungen dokumentieren, als 300 000 Menschen in menschenunwürdigsten Verhältnissen auf der Straße lebten. Unbeachtet von öffentlicher Aufmerksamkeit herrschte sozialer Ausnahmezustand, den er in realistischen Bildern von Bettlern, Versehrten und Süchtigen aufzeigt. Die 2012 entstandenen Fotografien aus der Ukraine halten die Vorzeichen jener politischen Verwerfungen fest, die das Land 2014 erschütterten: obdachlose Jugendliche in Odessa, die Zustände in einem Kinderheim in Czernowitz, den Maidan in Kiew.

Der 1953 in Deutschland (Karlsruhe) geborene Fotograf ist einer der radikalsten Fotochronisten der Gegenwart. In schonungslosen Schwarz-Weiß-Bildern macht Zownir das Leben von Außenseitern sichtbar. Sie sind als Aufforderung zur gesellschaftlichen Reflexion von globalen Verbrechen gegen die Menschenrechte zu verstehen. Die Bilder sind zeitlos und geprägt von Empathie mit seinen Protagonisten."

Vernissage am Freitag 14. Sept. 2018, 19 Uhr
Öffnungszeiten: täglich 12 – 20 Uhr
Finissage am 21. Oktober, 16 Uhr
mit Künstlergespräch von Miron Zownir und Kuratorin Petra Schröck:

05.07.2018

Bildbetrachtung – Keine Angst vor Schwarz und Weiß

Ölgemälde
Entgegen seiner Gewohnheit den Bildern einen Rahmen zu geben, ist die Serie der Kreuz-Bilder von Harald Schulz aus dem Jahr 2012 nur auf Leinwand mit Keilrahmen, also ohne Bildumrandung, sodass die Maltechnik und ihre History auf dem Rand seitlich sichtbar werden.
 (Bild 1)

Elf Bilder mit weißen Kreuzen auf schwarzen Grund hängen als Ensemble im Ausstellungsraum 2 der Brotfabrik.
 (Bild 2)

Doch der erste Blick täuscht wie so oft, denn die weißen Kreuze sind nicht reinweiß. Oft mischt sich in ihnen ein Türkis, ein Rot, ein Magenta oder Ocker.
 (Bild3)

Jedes Bild oder jede Serie unterscheidet sich farblich von den anderen.
Im Triptychon 1 wandeln sich die weißen Kreuze sogar zu schwarz.
 (Bild 4)

Wie oft bei Schulz, sind die Bilder recht schnell gemalt, teilweise mit sehr dicken Farbauftrag wie in Kreuzbild 2, manchmal in expressiver grober Mischung, immer jedoch mit den bloßen Händen. Ein sehr intensives Erlebnis, für einige Besucher bedrückend, für andere mystisch, für weitere religiös anbetend, für andere meditativ, selten missionierend. Für mich: ein Studienobjekt der meditativen Improvisation zu einem Grundakkord. Man kann es gut mit Musik vergleichen...

Die Kreuz Bilder von Schulz sind kleine Psychodramen (Psyche = Seele, Drama = Handlung). Sie sind Analyse, Beschreibung, Manifest. Sie zeigen keine perspektivische räumliche Tiefe sondern stellen sich den Betrachter in den Weg als ultima ratio (letzter Lösungsweg). Immer wieder sieht Schulz den Tod vor Augen und nutzt als Stilmittel die eingeschränkte Dramaturgie achromatische Farben im Kontrast mit sprichwörtlich "vertieften Eindrücken", nämlich den Fingerabdrücken seiner Malhand.

Für mich wirkt das Türkis als idealistische Traumfarbe, eine dem Jetzt entrückte Zeit, aus der verflossenen Vergangenheit oder der kaum vorstellbaren Zukunft. Das Rot assoziiert Blut Schmerz und bezieht sich auf das Jetzt und unmittelbare Körperlichkeit. In magenta erhält es eine religiöse Erhöhung und die Spuren von Ocker halten den letzten Bezug zur Erde, geben und vermitteln damit letzte Bodenhaftung.

Schulz erzählte bei einem Interview, dass ihn 2012 die Kreuze für die Pastoren und Nonnen auf dem Klinikgelände vor seinem Fenster dazu inspirierten. Zu seiner Malerei hört er übrigens gern das Requiem von Mozart.

Zur zweiteiligen Ausstellung ("...und ich tobe durch die Farben", noch bis zum 15. Juli in der Galerie Brotfabrik) gibt es einen umfangreichen Katalog zum Werk von Harald Schulz. (99 Seiten für 12, - EUR)

Mein Fotoalbum zur Ausstellung




25.06.2018

Großlibellenjagd

Schussbereit im Großlibellenjagdgebiet

des Naturparks Barnim, im nordöstlichen Zipfel Berlins - mein Jagdgebiet. Einzig zugelassene Waffe hier ist die Fotokamera. Zur Reserve habe ich noch einen Kleinbildapparat dabei. Akkus voll? Dann los...!




Libellen haben ihr artspezifisches Territorium und Bewegungsmuster. Es gibt die, welche Wasseroberflächen als Jagdgebiet bevorzugen, andere nutzen den Schilfgürtel der Gewässer als Vorteil, wieder andere bevorzugen die Wiesen, Wege oder Waldsäume. Eher selten sind Libellen weit von Gewässern anzutreffen.

Die Kamera sollte immer bereit sein und über einen starken Zoom verfügen. Libellen sind meist scheue Wesen und fliehen bei ruckartigen Bewegungen automatisch. Mein Tipp: langsam bewegen, bei Sichtung sanft stehenbleiben und fließend in Zeitlupe annähern.


Bild 2:
Sekundenlang steht die Herbst-Moaikjungfer in der Luft und fixiert die Uferzone.

Bild 3:
An einem Zweig geklammert, tankt die Herbst-Mosaikjungfer Sonne nach.

Alben:
Libellen
Großlibellenjagd im Naturpark Barnim

08.03.2018

Filmtipp – Der Tatortreiniger

An Witz, Ideenreichtum, Obskurität, Absurdität und Situationskomik kaum zu überbieten 

dennoch anspruchsvoll und mit Stil sind für mich die seit 2011 gedrehten sechs Staffeln des Tatortreinigers.

Bereits jetzt gehört die Serie zu den
Ikonen deutscher Komödien und wurde nicht nur deshalb mehrfach mit Preisen ausgezeichnet (dt. Comedypreis, dt. Fernsehpreis, Grimme-, Jupiter- u. Regie-Preis, europäischer Civis-Medienpreis).

Die kammerspielartigen Szenen gewinnen ihre Situationskomik aus dem Umstand, dass Schotty (Bjarne Mädel) als "der Tatortreiniger" auf für ihn unbekannte Hinterbliebene und Bekannte des Mordopfers trifft.


Länge: je 26 min
Hauptdarsteller: Bjarne Mädel
Drehbuch: Mizzi Meyer
Regie: Arne Feldhusen

Links:
Wikipedia
Wikipedia-Episodenliste
NDR-Website

Folgen:
Der Fluch
Angehörige
Nicht über mein Sofa
Schottys Kampf
Sind Sie sicher?
Freunde
Özgür

19.12.2012

Weihnachtszauber am Gendarmenmarkt

Nach einem vorweihnachtlichen Orgelkonzert in der Französischen Friedrichstadtkirche war ich heut zu einem Bummel über den Weih­nachtsmarkt auf dem Gendarmen­markt, den man als einen der schönsten Plätze Berlins bezeichnet.

Der Glühwein und das italienische Konfekt waren hervor­ragend! Schnitzereien, Schmuck, Leder­waren und jede Menge Köstlich­keiten habe ich ent­deckt und für Euch ein Fotoalbum gebastelt.

Eine besinnliche Weihnachts­zeit und einen guten Jahres­wechsel wünsche ich Euch schon mal.

Und vergesst nicht am Freitag, den 21., den ver­sproch­enen Welt­untergang zu feiern!

16.11.2012

Novemberfotos

Kurz sind die Tage, lang die Schatten – nahezu ideal für eine gemütliche Depression aber auch zum Ein­fangen seltener Stimmungen von Melan­cholie, Weh­­mut, Romantik und Appetit auf Glüh­wein.

Wie geschaffen für solche Bilder scheinen mir die alten Laub­wälder, von denen wir nur noch Rest­bestände in unseren Natur­parks verwalten.
   Ihr kennt vielleicht selbst die knorrigen Eichen an deren mächtigen Stämmen ganze Biotope siedeln. Spinnen, Käfer, Baum­wanzen und Larven ziehen sich bei Temperaturen um 10 Grad unter die Rinde zurück. Der Wind holt bald das letzte Laub des goldenen Blätter­daches. Also ist es höchste Zeit die wenigen sonnigen Momente zu nutzen.

Es ist schon faszinierend wie sich der Blick auf Dinge verändert, wenn man die Perspektive ändert.


Oben: Buchenlaub
Unten: Birken

07.11.2012

Usedom

Seevögel
"Blau-Weiß-Braun" könnte man das Foto­album nennen, dass ich am letzten Wochenende von der Ost­­see­­insel Usedom mitgebracht habe. Aber das wäre wohl zuwenig...
   Jetzt im November hat die Inselwelt ihren be­sonderen Reiz; kaum Touristen, keine Sommer­hitze, keine Eises­kälte, wenig Sonne, viel Ruhe und viele Zwischen­töne. Für mich waren es zwei wunder­­bare Tage fernab des Großstadt­rummels.

Kommt einfach mit auf einen Strandbummel entlang der Küste und Seebäder Deutschlands östlichster Insel. >> Album

23.10.2012

Keltenwelt am Glauberg

Als wissenschaftliche Sensation gilt der 1988 durch Luftbilder offenbarte Fund einer 2500 Jahre alten keltischen Grabanlage am Glauberg, 40 km nordöst­lich von Frankfurt am Main.

Unter den Funden befand sich diese zwei Meter große, nahezu unversehrte Sandsteinfigur eines keltischen Kriegers und Fürsten. Weltweit existiert kein vergleichbares Exemplar. Schwert, Schild, Schmuck, Kannen Grabbeigaben und Medien­an­gebote ergänzen die Ausstellung.

Im eigens dafür gebauten Museum wird das Leben und die Kultur der Kelten sehr anschau­lich dar­gestellt, auch die Irrtümer und offenen Fragen der Keltenforschung. >> meine kleine Fotoserie mit einigen Besonderheiten

Filmtipp: Tod am Keltenhof - Der Fürst vom Glauberg (ZDF-Doku, 43 min, auf YouTube)

Regions­über­greifende Funde zeigt das Landes­­­museum Würtem­berg in Stuttgart in der wohl größten Ausstellung seit 30 Jahren "Die Welt der Kelten" bis 17.02.2013.

Wer lenkt die Welt?

Filmstandbild
Der Bankberater ist kein Dummkopf oder Weichei. Er will nur unser Bestes. Je mehr Provisionen er uns mit seiner Vermittlung abknöpft, desto sicherer ist sein Job. Jedoch ist er nur ein Stäub­chen im Getriebe...
Richtiges Geld machen die großen Investment­banken. Erforderliche Qualifikationen: Gier, Dis­kretion und Risikofreude - wenn die Herren der Weltfinanz Casino spielen oder sogar gegen eigene Kunden spekulieren, dann spielt die Musik und die Wall­street tanzt!

GOLDMAN SACHS - EINE BANK LENKT DIE WELT
(video arte, F, 2012, 75 min.) Wer keine Zeit hat, schaut sich wenigstens mal eine Minute bei 37:00 rein! Preisfrage: wer ist seit Nov. 2011 Präsident der EZB? Richtig: Mario Draghi - ehemaliger Vizepräsident von Goldman Sachs!

18.10.2012

Park und Schloss Charlottenburg

Schloss Charlottenburg
Es wird mal wieder Zeit für einen Besuch in Charlotten­burg. Der englische Parkteil im Schloss­park bietet nämlich im Herbst ein besonders buntes Bild.

Das "Sophie Charlottes Musenhof" genannte kleine Schloss wurde 1699 eingeweiht, von Königin Sophie Charlotte als Residenz genutzt und später er­weitert.

DetailbildMit dem Schlossmuseum (Mo. ge­schlossen) findet der Besucher eine kulturelle Ergänz­ung. >> Album






Bild:
Adlerorden am Schlosszaun

Der "Hohe Orden vom Schwarzen Adler" war einst der höchste preußische Orden. Be­zeichnen­der­weise stiftete ihn Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg 1701 zu seiner Selbstkrönung zum König Friedrich I. "in Preußen".






Außerdem:

Zu empfehlen, da ganz in der Nähe, ist auch die Villa Oppenheim (Schloßstr. 55) mit Berliner Kultur­­ge­schichte sowie das Bröhan-­Museum (Schloßstr. 1a) für den Liebhaber von Jugend­stil, Art Deco und die Berliner Secession.

16.10.2012

Stadtvögel

Buntspecht
Als ich heute zufällig diesen Gesellen beim Nestbau sah, musste ich über die Findigkeit der früher zu den Waldbewohnern gezählten Vögel schmunzeln. Er nutzt die Dämmung einer Hausfassade als Nist­höhle.

Nicht nur dieser Buntspecht ist Stadtbewohner geworden, auch Elstern, Krähen, ja selbst Graureiher gehören zum Stadtbild Berlins. Kanada­gänse sind seit ihrer Einführung, Europas größte Gänseart und lassen sich ungestört am Tegeler See beobachten.
Dabei ist es eher traurig, wie die Natur auf dem Land verarmt und sich Tiere ihre ökologische Nische in den Städten und Schutzgebieten suchen. Doch seht selbst! >> Album

11.10.2012

Herbstspaziergang

bunt leuchtendes Herbstlaub
Der Oktober bietet zugleich zwei großartige und im Wesentlichen kostenfreie Spektakel:

Tagsüber und am Nachmittag lohnt sich ein Besuch der Parks und Gärten mit dem bunten Herbstkleid der Bäume und Sträucher. Besonders dafür empfehlen möchte ich die Schlossparks in Pankow und Charlottenburg sowie den Botanischen und den Britzer Garten. 

   * * *
Mein zweiter Tipp bietet sich ab Beginn der Dämmerung und nachts an. Vom 10. bis 21. Oktober findet das Festival of Lights statt. Berlins Architektur erstrahlt dann illuminiert durch Scheinwerfer und Projektoren im grandiosen künst­lerischen Farbrausch.
   Zu Fuß empfiehlt sich die Strecke zwischen Alex und Brandenburger Tor, mit dem Lustgarten, Berliner Dom und den Museen auf der Museums­insel, entlang der Straße unter den Linden und dem Gendarmenmarkt.
   Es gibt aber auch Light-Busse (tägl. 19 Uhr ab Kudamm od. DomAquarée für 90min/13 EUR), sowie Light-Kutschen und -Schiffe. Zahlreiche Angebote und Events ergänzen das Festival.

Meine neuesten Herbstbilder gibt es >> hier. 

22.09.2012

Altweibersommer

Bild:Kreuzspinne
Zum Herbstanfang am 23. September:

Altweibersommer


Noch ist der Sommer nicht zu Ende, Altweiberspinnen haben Recht,
beflügelt jagen Jungfern munter,
Angst hat nur der Weberknecht.
Bild: Herbstlibelle

20.09.2012

Engagiert Euch – für Wikipedia!

Wikimedia Spendenbescheinigung
Der Zugang zu Wissen muss frei und unabhängig sein. Das ist eine Idee hinter Wikipedia, der größ­ten Enzyklopädie der Menschheit. 
   Wikipedia gehört zu den 5 meist­besuchten Webseiten der Welt und wird dennoch mit weniger als 100 Angestellten ganz ohne Werbung betrieben. Damit das auch so bleibt ist Wikipedia auf Spenden angewiesen und wir als Nutzer haben unmittel­baren Einfluss auf den Erfolg – als Autor und Ideeen­geber oder als Spender. Für mich ist es eine Selbst­verständlichkeit dieses Projekt jedes Jahr neu zu unterstützen. Wie die Spenden genutzt werden und andere Fragen wird auf der Wikimedia-Seite erklärt.
Auch Ihr könnt etwas tun, die aktuelle Spendenkampagne läuft gerade! 

16.09.2012

Roy von Elbberg

volwi vor Elbberg Foto
In der Galerie Zuber präsentierte der Berliner Mode- und Werbefotograf Roy von Elbberg am vergangenem Freitag seine aktuelle Aus­stell­ung SOUTH AFRICA "PINK HALL".

Die 20 großen Drucke auf gebürsteter Alu­miniumplatte zeigen Fotos von Landschaften, Menschen, Tieren und Architektur aus Südafrika  –   auch "Land des Regenbogens" genannt, wegen des bunten Spektrums der Kulturen, Völker und Religionen. Eindrucksvoll bringt das Medium die hellen Bereiche der Fotos zur Geltung.

Die Eröffnung portraitierte Christof Ruppin, den ihr von seinem China-Blog The Orange Fruit kennt. Vielen Dank dafür, Chris! >> Fotostrecke
SOUTH AFRICA "PINK HALL" in der Galerie Zuber, Hufelandstraße 19, 10407 Berlin Prenzlauer Berg

08.09.2012

Macht und Öl

Filmstandbild
Der arte-Film Das Öl-Zeitalter (1/2) erzählt vom Einfluss des Öls auf die Weltpolitik. So lie­fer­te Rockefeller an beide Seiten im ersten Welt­krieg und machte seine Standard Oil zum Multi­nationalen Konzern. (arte, F, 2009, 53 min.)
Das Öl-Zeitalter (2/2) erklärt, weshalb die Ölkrise von 1973 nur eine riesige, von den Ölfirmen veranstaltete Manipulationskampagne war und dass die offiziellen Zahlen der weltweiten Ölreserven gefälscht  sind und tatsächlich um 300 Milliarden Barrels niedriger sind als die Ölstaaten angeben.
  Dies verdeutlicht die Rolle des Öls in der Weltpolitik. Der Krieg um die Ressource ist bereits in vollem Gange. Selbst Ex-CIA-Direktor James Woolsey bestätigt: "Ich fürchte, dass wir nicht nur für ein paar Jahre im Krieg sind, sondern für Jahrzehnte." (arte, F, 2009, 51 min.)

23.08.2012

Flatterhafte Schmetterlinge: Falter, Motten und Spinner

butterfly
Der Eine hat sie im Kopf, der Andere im Bauch, man findet sie in Wiesen, Parks oder Gärten. Ein Flügelschlag soll einen Wirbelsturm auslösen können. Wie findet Ihr die bunten Flattermänner, die zur Zeit der Dinosaurier schon Blüten be­stäub­ten?
Auch heute noch sind sie in Sachen Nektar unterwegs. Wir unterteilten sie oberflächig in Tag- und Nachtfalter und ignorieren damit die tat­säch­lichen Verwandtschaftsbeziehungen.
   Die lassen sich am besten an den Mund­­werk­zeugen erkennen. Es gibt welche die Beiß­­werk­zeuge aus­gebildet haben und andere mit Saug­rüssel. Damit können diese Schmetterlinge auch die langen Blüten bestäuben, an deren Nektar Bienen, Käfer und Fliegen nicht heranreichen können.
   Mit über 180.000 Arten stellen die Schmetterlinge die zweitgrößte Insektenordnung. Bekannte Vertreter sind der Seidenspinner, die schon in in altassyrischen Keilschrifttexten erwähnte Kleidermotte, die auf ein­zelne Baumarten spezialisierte Miniermotte, das auffällige Tagpfauenauge oder der amerikanische Monarch­falter, der 2000 km von Mexiko nach Kanada zieht. >> Album: Einheimische Schmetterlinge

August

Blüte im August
Der August (auch Ernte-, Ähren-, Sichelmonat od. Ernting) ist der 8. Monat des Jahres und wurde im Jahre 8 v. Chr. nach dem ersten römischen Kaiser Augustus benannt. Im römischen Kalender war der Augustus ursprünglich der sechste Monat, und hieß vor seiner Umbenennung Sextilis (der Sechste).
   Weil Augustus (lat.: der Erhabene) nicht nur erster Bürger der Republik, sondern als oberster Priester auch sakrale Bedeutung und damit unglaubliche Macht hatte, ließen sich bald auch andere Kaiser so ehren. Im Absolutismus erinnerte man sich wieder dieses Namens und nannten ihre Kinder Augusta, Augustine, Augustina, Gustel, Gustchen usw.. Austin ist übrigens die engl. Form. Auch Bürger und zuletzt arme Leute machten ihre Söhne zum August. Mit dem Ende der großen Monarchien verlor der Name schlagartig an Reiz.
>> August der Starke - ein Sachse auf dem polnischen Thron (Video: ZDF, 43 min.)

11.08.2012

NSG Karower Teiche

Schwäne im NSG Karower Teiche
Noch immer ein Geheimtipp sind die einstigen Karpfenteiche beim ehemaligen Dörfchen Karow. Auch dieses Naturschutzgebiet Berlins zählt zum Naturpark Barnim und gehört verwaltungstechnisch zu Pankow. Vier große Teiche sind Brutgebiet für 69 Vogelarten, viele Insekten und gerade an Wochenenden Erholungsgebiet für Naturliebhaber.
     Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Jetzt sind gerade Schmetterlinge, Libellen und die jungen Wasservögel zu beobachten. Auch alte Bekannte wie Reiher und Kormoran sieht man. Wer Glück hat, entdeckt auch einen Eisvogel oder einen Admiral. >> Album

06.07.2012

Urzeitmonster

Bild: Libelle
Es ist wieder Flugzeit für Libellen – den "Hub­schraubern" unter den Insekten, die ihre Beute­tiere im Flug fangen.

Auffällig sind die großen Facettenaugen, die bis aus 30.000 Einzelaugen bestehen können. Zwischen den Komplexaugen liegen auf der Kopfoberseite außerdem drei kleine Punktaugen, als Gleichg­ewichtsorgan und zur Kontrolle schneller Flug­bewegungen. Damit verfügen sie wahr­scheinlich über den besten Sehsinn unter den Insekten.
Bild: Makro
Beide Flügelpaare unabhängig voneinander be­wegen zu können, ermöglicht es ihnen, abrupte Richtungswechsel zu vollziehen, in der Luft stehen zu bleiben oder sogar rück­wärts zu fliegen. Maxi­mal werden im Flug 50 km/h erreicht. 

Zwei Drittel der rund 80 heimischen Arten sind gefährdet, 20 Prozent sogar vom Aussterben be­droht. Ursachen sind die Verschmutzung und Trockenlegung vieler Gewässer, deshalb stehen alle unsere Libellen unter Artenschutz.

Bild: Azurjungfern
In der germanischen Mythologie waren Libellen der Göttin Freya oder Frigg (sie soll die Wolken gewebt haben) zugeordnet und heilig. Diese heidnische Verehrung wurde von Missionaren umgekehrt. Die Libellen wurden zu „Teufelsnadeln“, „Teufels­bolzen“ oder „Augenstechern“.

Im Karbon, vor 300 Mio. Jahren (Steinkohle-Zeitalter) lebte die Riesenlibelle. Mit ihrer Flügelspannweite bis zu 70 cm (!) gehört sie zu den größten Insekten, die je gelebt haben. Die Bodentemperatur lag 14 Grad über unserem Niveau. der Luftsauerstoff war 1,5 mal, der Kohlen­dioxidanteil 3 mal höher als heute - also ein richtiges Treibhausklima. Farne besiedelten den Riesen­kontinent Pangäa, 40 m hohe Schuppen­bäume, 20 m hohe Schachtelhalme und Bär­lapp­pflanzen sowie schuppen­blättrige Vor­gänger unserer heutigen Nadelbäume (Koniferen) wuchsen auf der Landmasse. In den letzten 150 Millionen Jahren veränderten sich Libellen nur noch minimal.

Fotos: Vierfleck, Keilflecklibelle und Azurjungfern

Libellen sind meist scheu, greifen Menschen niemals an, sondern flüchten. Nur große Arten nähern sich manchmal neugierig, um den „Revier-Eindringling“ Mensch zu beobachten. Dabei verharren sie per Rüttelflug stehend in der Luft. Alte Namen wie „Augenbohrer“ oder „Pferdetod“ kamen durch diese falsche Vorstellung zustande und brachten den Libellen einen schlechten Ruf ein. Wenn eine gefangene, festgehaltene Libelle einem Menschen in den Finger beißt, ist das zwar spürbar, aber in der Regel nicht schmerzhaft. >> Album

China

Chinareise

Im September 2007 - ein knappes Jahr vor den Olympischen Spielen, besuchte ich das Land der Mitte um mir ein genaues Bild zu verschaffen. Schließlich wurden es circa 4000 Bilder, von denen über 100 in der Diaschau gezeigt sind. | In September 2007, one year before the opening of the Olympic Games I visited China to have a closer look on it. More than 100 of 4000 photoes would showed at the picture galerie. | 2007年, 开展奥运会一年之前,为了加深我的理解我们访问中国,对立的国家。我们摄了一共四千张照片。在这里可以看到一百张。它们介绍一下我德国人的角度和中国给我什么样的印象。

Olympic Signs

Olympic Signs
Hier sind unsere Fundstücke aus dem Olympiashop der Wangfujing-Straße, dem Ku-Damm Pekings. | These tasteful items we found in Beijings biggest Olympic Games-store in Wangfujing, Beijings main shopping area. | 这些很有意思的东西我看到了在北京的主要(王府井大街的)奥运会礼物店。

(16.200,- Yuan sind ca. 1700 Euro.) Der Slogan der Spiele lautet: "One World One Dream".

Wei Fo Ma (Volkmar) - Mein persönliches Briefsiegel

S ü d - D e u t s c h l a n d


Eine "Reise nach Franken" 2008 war Auftakt einer ganzen Reihe von Alben:

Das Album Bamberg zeigt den alten Kaiserdom mit dem einzigen heilig gesprochenen Kaiserpaar Deutschlands, den Bamberger Reiter, den Bischofstuhl, einen heiligen Nagel und die wunderschöne Altstadt.

Die Stadt Nürnberg wird 1050 erstmal erwähnt, ist noch älter. Wahrzeichen ist die Kaiserburg. Ein gemeinsames Album gibt es für die Lorenzkirche und Sebalduskirche. Einen Einblick in das Germanische Nationalmuseum und ins Bahn Museum gibt es auch.

Solarberg Fürth

Solarberg Fürth
Der Solarberg in Fürth/Atzenhof zählte 2008 mit seinen 1 MegaWatt weltweit zu den größten Photovoltaikanlagen. Der am Main-Donau-Kanal gelegene ehemalige Müllberg reicht 348 M über den Meeresspiegel und ist ein exzelenter Aussichtspunkt.

Bamberg

Bamberg
Bamberger Dom: drei mal Kaiser Heinrich der II., Marienpforte, heiliger Nagel vom Kreuz Christi, durchgerostete Türklinke des Haupteingangs

Nürnberg

Nürnberg
Viele Kaiser wählten das 1050 erstmals urkundlich erwähnte Nürnberg als Aufenthaltsort. vlnr.: Nassauerhaus, Uhr der Frauenkirche, Dürerhaus, Narrenschiff, Schalenbrunnen, Reichsapfel, Fleischbrücke (1598)

Kaiserburg Nürnberg

Kaiserburg  Nürnberg
Als Kaiserpfalz und für Festempfänge u.a. genutzt von Kaiser Friedrich I. „Barbarossa“. Neben einem wunderbaren Blick vom Sinnwellturm, lohnt ein Besuch im Burgmuseum

Germanisches Museum Nürnberg

Germanisches Museum Nürnberg
Das Germanische National Museum in Nürnberg zeigt Originale aus 3 Jahrtausenden

St. Lorenz und St. Sebald Nürnberg

St. Lorenz und St. Sebald Nürnberg
2 Nürnberger Kirchen aus dem 13. Jhd.

Berlin

Berlin
Der Prenzlberg ist eine der angesagtesten Gegenden in Berlin. Hier treffen sich Kultur, Shopping, Nightlife, Musik, Gays und haben Politiker, Schauspieler und Schriftsteller ihr zuhause oder wenigstens ihren Zweitwohnsitz. Wer kennt nicht "Schönhauser Allee" von Wladimir Kaminer?

Berlin - Alexanderplatz

Berlin  -  Alexanderplatz
Alex mit ungewohnten Detailansichten

Berlin Mitte - Oranienburger Straße

Berlin Mitte - Oranienburger Straße
Restaurant Mirchi, Kunsthaus Tacheles, Neue Synagoge und Bodemuseum

Berlin - Museumsinsel

Berlin - Museumsinsel
5 Stücke aus der Antikensammlung des Alten Museums in Berlin Mitte

Zoo Aquarium Berlin

Zoo Aquarium Berlin

Zoologischer Garten Berlin

Tierpark Berlin

Museum für Naturkunde Berlin

Schloss Charlottenburg

Deutsches Historisches Museum

CSD 2009 in Berlin

lichtzeichen - Ausstellung im K20

Englisch Lernen

Marienkirche in Frankfurt (Oder)